Düngung

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Pflanzenernährung entwickelt sich durch die Düngung mit Kompost in Verbindung mit der Mischkultur zu einer harmonischen, vollwertigen Ernährung und vor allem durch den Verzicht auf Bodenlockerung zu leistungsfähigen, gesunden Pflanzen. Mit der intensiven Durchwurzelung des Bodens, einer Mischung aus Flach-, Mitteltief- und Tiefwurzlern, sind die Pflanzen in der Lage auch aus Tiefen bis zu 4m mit Hilfe ihrer Wurzelsäuren Mineral- und Spurennährstoffe zu lösen und über die Wurzeln in den Spross der Pflanze zu befördern und sie damit nutzbar zu machen.

Mit der gezielten Aufbereitung des Festmistes durch Kompostierung, wo zum Festmist gehäckselter Strauchschnitt, Basaltgesteinsmehl und Holzkohle aus der Holzgasanlage, gemischt werden, entsteht ein Substrat mit folgenden Vorteilen für die Ernährung des Organismus Bodenpflanze. Durch das weite C-N Verhältnis durch den Strauchschnitt, Basaltmehl und Holzkohle wird N organisch gebunden; es entstehen praktisch keine N-Verluste während der Kompostierung und Ausbringung. Mit den Zuschlagstoffen versuche ich, den Nettoexport an Mineral- und Spurennährstoffen auszugleichen. Die Ausbringungsmenge und damit die Bodenbelastung reduzieren sich durch die Kompostierung um die Hälfte. Es werden sämtliche Unkrautsamen und Krankheitserreger durch die Kompostierung zuverlässig abgetötet. Während der Kompostierung werden sämtliche Stoffe gebildet, die in einem lebendigen Boden vorhanden sind; beispielsweise natürliches Penicillin in einer Menge, so dass es während des zweiten Weltkrieges aus dem Kompost für die Humanmedizin gewonnen wurde. Für mich ist Kompost kein Dünger im herkömmlichen Sinne, sondern Sauerteig für den Boden, der dazu beitragen soll, dass der Organismus Boden-Pflanze wieder lebendig wird.