Tierhaltung

HALTUNG, FÜTTERUNG & ZUCHT

Der tägliche Umgang mit den Tieren ist für uns wie eine Partnerschaft, in der wir versuchen, die wesensgemäßen Bedürfnisset zu verstehen und alles daran setzen, den Tieren ein gutes Leben zu ermöglichen.

HALTUNG

Die 22 Milchkühe mit Nachzucht stehen in einem Tretmiststall, den wir 1988 gebaut haben.
In Zusammenarbeit mit Ethologen haben wir versucht, einen Stall zu planen, der den Ansprüchen der Tiere gerecht wird.
Durch den Einbau einer Seilzugentmistung und Einstreumaschine, die von uns entwickelt wurde, ist der Stall auch menschengerecht.
Dies wurde in mehreren Diplomarbeiten bestätigt.

Über die intensive Standweide, von wo aus die Tiere völlig frei zwischen Stall und Weide wählen können, haben die Kühe die Möglichkeit Heu im Stall oder Gras auf der Weide aufzunehmen.
Im Winter können die Kühe zwischen Stall und Laufhof wählen und wenn es gefroren ist auch zwischen Weide, Stall und Laufhof.

FÜTTERUNG

Die Fütterung der Kühe ist im Winter ausschließlich Heu als Grundfutter, im Sommer können sie zwischen Heu im Stall und Gras auf der Weide wählen. Im Melkstand gibt es pro Melkzeit ca. kg Getreideschrot aus Abputzgetreide der Saatgutvermehrung.

Die Kühe kalben in der Herde ab und die Kälber bleiben Tage bei der Mutter. Sie kommen dann in einen Laufstall für Kälber, „Kindergarten?und werden dort mit Vollmilch bis ca. 180 kg gemästet. Drei bis vier Kälber, die wir zur Bestandsergänzung benötigen, kommen zu einer Ammenkuh, bei der sie das erste Jahr über bleiben dürfen. Außer der Milch dieser Amme bekommen sie noch bestes Heu, damit sie sich zu guten Rauhfutter­-Verwertern entwickeln können. Durch diese Voraussetzungen – Stall, Fütterung und Haltung – hat sich inzwischen eine sehr gute Gesundheit und Leitungsfähigkeit der Tiere entwickelt. Die Kühe kalben zu 100 % alleine. Nachdem die Kälber bis 14 Tage bei der Mutter bleiben, sind sie so vital, dass wir keine Probleme mehr mit Kälberkrankheiten haben.

Durch das vielseitige und schmackhafte Futter steigt die Leistung, Gesundheit und Fruchtbarkeit unserer Rinder weiter. Der Geschmack und die Käsereitauglichkeit der Milch hat sich weiter verbessert.

ZUCHT

Die Herde war bis 1990 reines Fleckvieh. Ab dieser Zeit haben wir begonnen, mit Verdrängungs­kreuzung auf Deutsche Schwarzbunt nach dem Backels Zuchtprogramm (Zucht auf Lebensleistung) umzustellen. Die Zucht beschränkt sich auf den Zukauf von Zuchtbullen aus Biobetrieben, die nach dem Backels Zuchtprogramm arbeiten. Der Bulle wird in der Regel alle 3 Jahre, nachdem seine Töchter die Geschlechtsreife erreicht haben, ausgewechselt, um Inzucht zu vermeiden.