Visionen

AgroforstAufgrund der riesigen Herausforderung durch Klimaschutz, Artenschutz und Welternährung ist die Zeit reif für eine konsequente Neuausrichtung der Landnutzungssysteme.

Im kombinierten Acker-Wald (Agroforstsystem) wird auf den Ackerflächen in bestimmten Abständen Baumreihen gepflanzt, wodurch die Photosyntheseleistung auf der Fläche bis zu 50% erhöht werden kann. Das bedeutet, dass auf der gleichen Fläche Lebens- oder Futtermittel und beispielsweise über schnell wachsende Holzarten, Energie erzeugt werden kann, wobei der Ertrag der Ackerkultur gleich bleibt und zusätzliche Energie in Form von Hackschnitzel gewonnen werden.

Die Hackschnitzel werden anschließend im Holzvergaser in Strom und Wärme für die Energieversorgung des Betriebes umgewandelt und die anfallende Holzasche auf die Felder zurückgeführt. Durch die tiefwurzelnden Holzarten kann zusätzlicher Bodenraum erschlossen und Nährstoffe mobilisiert und der Humusgehalt des Bodens weiter verbessert werden. Über den Laubfall, die hohen Wurzelleistungen und die Intensivierung des Bodenlebens werden große Mengen CO2 im Boden in Form von Humus rückgebunden. Somit wird der CO2- Anstieg nicht nur aufgehalten, sondern auch umgekehrt und das CO2, das den Klimawandel mit verursacht hat, wird im Boden wieder gespeichert.

Es entsteht ein wesentlich ausgeglicheneres Kleinklima, das sich sehr positiv auf die Entwicklung der Ackerkulturen auswirkt. Ein großflächiger Einsatz von Agroforstsystemen ist in der Lage, sehr große Mengen Energie zu erzeugen und gleichzeitig durch die Bäume im Acker den Wind so stark zu brechen, dass Stürme wie Wiebke oder Lothar keine verheerenden Schäden mehr anrichten können.